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Es
war ein recht großes Wohnzimmer eines einsamen
Wohnhauses im rauen Schottland, welches teilweise
auch als Arbeitszimmer benutzt wurde. An der
Nordseite war ein großer Kamin. Etwa eineinhalb
Meter davor lag ein wunderschöner, flauschiger
Teppich. Auf ihm stand ein gläserner Tisch, links
davon ein Sofa und auf der anderen Seite zwei sehr
bequeme Sessel.
An der rechte Wand war ein sehr großes Bücherregal
angebracht, in dem alle möglichen literarischen
über Titten Werke aufbewahrt wurden.
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So fand man sowohl alte
Lexika, als auch zeitgeschichtliche Fachbücher
und zur Unterhaltung Märchen- und Kinderbücher. Außerdem
wurden, neben den vielen Büchern, auch
einige Gläser und Flaschen mit alkoholischem
Inhalt in diesem Regal aufbewahrt, deren Genus
wohl lange Winterabende verkürzen sollte.
Daneben stand ein alter schwerer Schreibtisch, auf
dem ein Computer stand. Der Tisch war überhäuft
mit Papieren und kleinen Titten, Notizen, ungeöffnete Briefe und
sonstiger Papierkram. Außerdem stand etwas
abseits ein sehr modernes Telefon mit integriertem
Fax.
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Aber auf der linken Wandseite am Fenster befanden
sich viele Blumentöpfe mit einigen sehr
exotischen Pflanzen, die, neben dem Leder der Möbel
und dem brennenden Holz im Kamin, den typischen
Geruch dieses Zimmers ausmachten. Die Töpfe
standen teilweise auf kleinen Tischchen, direkt
auf dem Boden oder hingen an Schnüren befestigt
von der Decke. Man kam sich fast schon vor wie in
einem Wintergarten.
Gegenüber dem Kamin, in dem das Holz immer wieder
leise knisterte und manchmal krachte, war eine
Treppe, die ein Stockwerk nach oben führte und
bei einer leicht angelehnten Türe endete, hinter
der noch Licht brannte. Sie hatte wirklich schöne
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Unter der Treppe befand sich an der Wand eine Tür,
die zur Küche und zum Esszimmer führte. Der
ganze Raum gab einem sofort das Gefühl, dass hier
das Zentrum des Hauses sein musste.
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Auf einmal öffnete sich die Türe oben auf der
Treppe und eine sehr schöne Frau erschien.
"Nein, Schatz. Lass Dir ruhig Zeit im Bad.
Ich lese nur kurz ein Drehbuch an. Wenn Du fertig
bist, rufe mich."
Die Frau ging barfuss die Treppe hinunter. Auch
sonst trug sie nichts, außer einem hauchdünnen
Neglige, durch welches ihr wunderschöner Körper
schien. Da das Wohn- und Arbeitszimmer richtig
angenehm warm waren, war jedes weitere Kleidungsstück,
zum Wärmen dieses zarten Körpers, überflüssig.
Die Frau war ungefähr vierzig. Doch man konnte es
nur schätzen, da sie ihr Alter mit keiner Geste,
keiner Bewegung oder mit ihrem Aussehen verriet.
Und doch konnte man die Reife, Erfahrung und
Geduld erkennen, die man eben erst ab einem
gewissen Alter besitzt.
Sie hatte sich wohl gerade fertig zum Schlafen
gemacht. Sie trug ihre schwarzen Haare offen, die
Titten frei, die
sonst hinter Klammern und Bändern zu einer Frisur
zusammengebunden waren.
Genauso langsam wie sie die Treppe hinunter
gegangen war, ging sie zu dem Schreibtisch und
nahm sich ein recht dünnes Script. Sie blätterte
es kurz durch, um festzustellen, ob sie auch das
Richtige in der Hand hielt.
Dann ging sie zum Tisch und legte es darauf. Sie
tat es nicht so, wie es viele Mensch tun würden,
plump und nebensächlich, sondern sie legte das
Script sorgfältig an die Stelle, von der sie es
nachher auch wieder aufnehmen möchte.
Anschließend ging sie zu dem Bücherschrank. Sie
nahm sich eine bereits angebrochen Flasche Rotwein
und goss sich davon ein Glas ein. Sie ging mit dem
Glas und einem Untersetzer wieder zu dem Tisch und
stellte beides genauso sorgfältig ab wie zuvor
schon das Script.
Als sie sich dann endlich hinsetzte, nahm sie
weder Sessel noch Sofa. Sie setzte sich zwischen
dem Sofa und dem Tisch direkt auf den weichen
Teppich. Das heißt, sie kniete sich erst hin und ließ
ihr Becken dann sanft auf die Seite gleiten.
Sie legte einen Arm auf die Sitzfläche des Sofa
und stützte sich so ab. Dann nahm sie einen
kleinen Schluck aus ihrem Glas, stellte es ab und
nahm das Script.
Der Titel des Scripts lautete 'Süße Küsse vor
dem Kamin'. Ein netter Titel und darunter stand
'Drehbuch für einen erotischen Spielfilm'.
Das Licht des Feuers erhellte oder verdunkelte
immer wieder ihr Antlitz, um es kurz darauf wieder
im vollen Licht erstrahlen zu lassen.